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07.03.2022
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Zisterzienser Klosterlandschaft soll als „Cisterscapes“ das Europäische Kulturerbesiegel erhalten

Waldviertler Interessensvertreter ziehen an einem Strang: Das internationale Projekt „Cisterscapes“, an dem Stift und Stadtgemeinde Zwettl beteiligt sind, bewirbt sich jetzt um das Europäische Kulturerbe-Siegel. Die Bedeutung der Zisterzienser für die Mitbegründung und Entwicklung der Waldviertler Teichlandschaften im Laufe der Jahrhunderte wird dadurch noch sichtbarer.

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Trafen sich zum Vernetzungstreffen für das Projekt „Cisterscapes“: Gabriele Zottl (Stift Zwettl, Tourismus), Alexander Kastner (Regionalmusikschule WV-Mitte), Andreas Teufl (Volkskultur NÖ), Franz Mold (Bürgermeister, Stadtgemeinde Zwettl), Elisabeth Wachter (NÖ Regional), Elisabeth Moll (Stadtarchiv Zwettl), Leo Kirchmaier (NÖ Teichwirteverband), Andreas Gamerith (Stiftsarchiv Zwettl), Dietmar Hipp (Landwirtschaftskammer NÖ), Anne Blauensteiner (Stadträtin, Stadtgemeinde Zwettl), Britta Kurz (Stift Zwettl Tourismus), Peter Sigmund (Destination Waldviertel), Marco Paolacci (Stiftskapellmeister) (v.l.). © Stadtgemeinde Zwettl-NÖ
Namhafte Vertreter*innen von Waldviertler Institutionen trafen sich am Dienstag, den 1. März 2022, um Möglichkeiten einer Zusammenarbeit offen zu diskutieren. Die Gesprächsgrundlage bildete das internationale Projekt „Cisterscapes“, das ab 2024 in eine zweite Phase übergehen wird.
Alle Projektpartner erhoffen sich Innovation durch Überregionalität und internationalen Austausch, ohne dabei auf Authentizität und Regionalität zu vergessen. Denn schließlich arbeiten in fünf europäischen Ländern 17 Zisterzienserklöster und deren Standortgemeinden gemeinsam an Cisterscapes, die alle auf eine lange Tradition verweisen können.
Die Zisterziensischen Klosterlandschaften hoffen, 2024 mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel (EKS) ausgezeichnet zu werden. Mit der Überreichung dieser Auszeichnung beginnt die intensive Arbeit, denn das EKS muss mit Leben erfüllt werden.
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Die sog. „Umritt-Darstellung“ basierend auf der Zwettler Gründungslegende aus der „Bärenhaut“ des Zwettler Stiftsarchives © aus Haslach H. und Ruhland A. (2019) siehe Literaturverweis. Die Federzeichnung zeigt u.a. die Reiterfiguren Hadmar I. und Abt Hermann beim überlieferten „Umritt“. © Archiv

„Bärenhaut“ als älteste Darstellung Zisterziensischer Klosterlandschaft

Stift und Stadtgemeinde Zwettl sind ein wichtiger Projektpartner, denn mit der berühmten Umritt-Darstellung in der sogenannten Bärenhaut (Gründungsbuch des Stiftes Zwettl, Anfang 14. Jh.) verfügt Zwettl über die älteste Darstellung einer Zisterziensischen Klosterlandschaft. Zusätzlich sind rund um Zwettl zahlreiche Elemente der historischen Klosterlandschaft sehr gut erhalten. Stift Zwettl und Rein (Steiermark) sind die einzigen Projektpartner bei „Cisterscapes“, die seit ihrer Gründung durchgehend von Mönchen geführt werden.
Die Reaktionen der Gesprächsteilnehmer*innen waren durchwegs positiv, alle bezeugten ihren Kooperationswillen. In den nächsten Monaten geht es aus Sicht der Organisatoren darum, ein Waldviertler Netzwerk aufzubauen, um Synergien zu finden und nutzbar zu machen. Anderseits wird auch größer, im europäischen Kontext gedacht und internationaler Austausch angestrebt. Gemeinsames Ziel ist, das EKS bekannt zu machen und Begeisterung für unsere Klosterlandschaft und das gemeinsame europäische Kulturerbe zu entfachen.

Teichwirtschaft ist ein traditionell-typisches Element der Klosterlandschaft

Ein landschaftsprägender und wirtschaftlich Bedeutender Bestandteil der Klosterlandschaft sind die Karpfenteiche, die im Falle von Stift Zwettl vornehmlich im Umfeld der Wirtschaftshöfe, auch Grangien genannt, angelegt wurden. Es finden sich Einzelteiche aber auch Teichketten in einer Länge von meist vier bis fünf Teichen. Als Schwerpunkte der Zwettler Teichlandschaft können die Teilräume um den Ratschenhof und den Ritzemannshof benannt werden. Als besonders endrucksvolle Beispiele der Teichbaukunst dürfen aufgrund ihrer Größe der Rudmannser und Schönauer Teich zwischen Ratschenhof und Kleehof genannt werden, diese sind heute auch als Naturdenkmal „Stifter Teiche“ unter Schutz gestellt.

Nachweis über die ältesten Teiche findet sich im Stift Zwettl

Mit dem Hinweis auf drei Kleinteiche nebst der Grangie Ratschenhof findet sich auch der älteste für Österreich erhaltene Hinweis von Teichen aus dem Jahr 1280 im Stiftsarchiv in Zwettl. Die Österreichische Teichwirtschaft reicht somit bis ins 13. Jahrhundert zurück. Oder in anderen Worten ausgedrückt: seit über 700 Jahren werden im Waldviertel Teiche bewirtschaftet. Im Falle der Ratschenhofer Teiche gilt das sogar bis heute. Das untermauert einmal mehr eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Erhaltung der Teiche: ohne Bewirtschaftung würden diese nämlich verloren gehen.

Teichwirtschaft des Stiftes Zwettl heute

Noch heute werden vom Kloster Stift Zwettl 13 Teiche bewirtschaftet und die klostereigenen Fische nebst den Hälteranlagen im Fischereigebäude auf dem Klosterareal vermarktet. Hier finden Sie die aktuellen Informationen zu Fischverkauf des Stiftes Zwettl.
Weitere Informationen zum Projekt Cisterscapes.
Weiterführende und verwendete Literatur:
Haslach H. und Ruhland A. (2019): Klosterlandschaft Stift Zwettl, in: Gunzelmann T. und Kastner B.: Vielfalt in der Einheit – Zisterziensische Klosterlandschaft in Mitteleuropa, Lindenberg i. Allgäu, Kunstverlag Josef Fink, 190 S.
Knittler H. (2012): Teichwirtschaft und Karpfenzucht im niederösterreichischen Waldviertel, in: Das Waldviertel, 4:361-375
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