CarpTrails begeisterten am Jägerteich - Großes Interesse an den Radtouren durch die Waldviertler Karpfenteichwirtschaft

Am 16. und 17. Juli 2026 stand der Jägerteich der Teichwirtschaft Kainz in Waidhofen an der Thaya wieder ganz im Zeichen der mittlerweile bereits traditionellen „CarpTrails“. Die beiden geführten Radtouren durch die Waldviertler Teichlandschaft boten insgesamt knapp 40 Teilnehmer:innen spannende Einblicke in die einzigartige Waldviertler Karpfenteichwirtschaft und zeigten eindrucksvoll, warum die Welternährungsorganisation (FAO) dieses nachhaltige Produktionssystem als landwirtschaftliches Weltkulturerbe ausgezeichnet hat (GIAHS – Globally Important Agricultural Heritage Systems).

Die Teichwirte Andreas und Florian Kainz gaben aus erster Hand Einblicke in das Europaschutzgebiet Jägerteich und in die nachhaltige und extensive Bewirtschaftung. Joachim Kainz präsentierte anschließend das Abfischequipment von Wathose über Kescher bis hin zum Zugnetz. Durch die Teichrangerinnen Regine Kainz und Elisabeth Peham (Vertreterin der Ökologischen Station Waldviertel, Bundesamt für Wasserwirtschaft) bekam die Radgruppe Informationen über den Karpfen und seine Lebensumgebung. Dabei wurden die Anatomie und Ernährung des Karpfens, das Ökosystem Teich mit seinen vielfältigen Lebensräumen sowie die Bedeutung des Planktons als natürliche Nahrungsgrundlage des Karpfens praxisnah vermittelt. Auch die Anpassungen an den Klimawandel sowie die Bedeutung der Waldviertler Karpfenteichwirtschaft für den Wasserrückhalt in der Landschaft standen im Fokus.

Teichwirt Andreas Kainz, gleichzeitig Obmann-Stellvertreter des NÖ Teichwirteverbandes, stellte im Rahmen der CarpTrails auch die internationale FAO-Auszeichnung der Waldviertler Karpfenteichwirtschaft zum landwirtschaftlichen Weltkulturerbe vor. Viele Besucher:innen staunten über das seit Jahrhunderten bestehende Zusammenspiel von Teichwirtschaft, Biodiversität, Wasserwirtschaft und regionaler Lebensmittelproduktion. Die Waldviertler Karpfenteichwirtschaft besitzt durch die internationale Auszeichnung der Welternährungsorganisation Vorbildcharakter und das Waldviertel erlangt dadurch große weltweite Sichtbarkeit.

Im Anschluss an die wissenswerten Erlebnis- und Informationsstationen radelten die Teilnehmer:innen vier Kilometer entlang des Jägerteiches und dessen Wassereinzugsgebiet. Den genussvollen Abschluss bildete eine Verkostung regionaler Karpfenspezialitäten der Teichwirtschaft Kainz beim E-Lastenrad „Karpfenküche“. Mit dem „Karpfenkino“ wurde bei der Verkostung Wissensvermittlung mit Kulinarik auf innovative Weise miteinander verbunden. Die Karpfenkutsche stand mit Riesenstoffkarpfen als Fotopoint zur Verfügung. 

© Daniela Zimmermann/LK NÖ
© Florian Kainz
© Daniela Zimmermann/LK NÖ
© Daniela Zimmermann/LK NÖ
© Daniela Zimmermann/LK NÖ
© Daniela Zimmermann/LK NÖ
© Daniela Zimmermann/LK NÖ
© Daniela Zimmermann/LK NÖ
© Daniela Zimmermann/LK NÖ
© Daniela Zimmermann/LK NÖ
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Das Natur- und Raderlebnis „CarpTrails“ ist für Jung und Alt die ideale Möglichkeit, das landwirtschaftliche Weltkulturerbe „Waldviertler Karpfenteichwirtschaft“ hautnah zu erleben und verbindet Bewegung, Naturerlebnis, Umweltbildung und regionalen Genuss. Veranstaltet wurden die beiden Termine vom NÖ Teichwirteverband gemeinsam mit der Teichwirtschaft Kainz sowie den Teichrangerinnen mit Unterstützung des Bundesamts für Wasserwirtschaft. Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer:innen – darunter auch Bezirkshauptfrau Manuela Herzog, Bürgermeister Josef Ramharter und Stadträtin Anja Fuchs – unterstrichen einmal mehr das große Interesse an der Waldviertler Karpfenteichwirtschaft und an nachhaltig produzierten regionalen Lebensmitteln wie dem Zukunftsfisch Karpfen. 

Die Berichterstattung erfolgt über den Österreichischen Verband für Fischereiwirtschaft und Aquakultur (ÖVFA) in Kooperation mit dem NÖ Teichwirteverband im Rahmen des Projektes ACFA II (Austria Communicates Fisheries and Aquaculture):